Richtig Kündigen: Die Schriftform

Nach § 623 BGB bedarf jede Kündigung der Schriftform. Erfolgt die Kündigung mündlich, per Email oder SMS ist diese unwirksam.

Schreit der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer „Du bist gefeuert!“ hinterher, ist das Arbeitsverhältnis noch lange nicht beendet. Will nun der Gekündigte gegen diese Kündigung vorgehen, so muss er die 3-Wochen-Frist für Einreichung der Klage beim Arbeitsgericht nicht einhalten.

Zu viel Zeit sollte man sich jedoch nicht lassen, sondern zeitnah die Unwirksamkeit der Kündigung beim Arbeitsgericht feststellen lassen.

Denn meldet man sich nach einer mündlichen Kündigung mehrere Monate nicht mehr, kann man sein Recht auf eine Weiterbeschäftigung durch bloßen Zeitablauf verlieren. In der Fachsprache heißt dieser Verlust – Verwirkung.

Verweigert der Arbeitgeber die Weiterbeschäftigung nach einer mündlichen Kündigung vehement, so kann der Gekündigte seinen Lohn weiterhin verlangen und zwar so lange bis eine schriftliche Kündigung kommt und die darin einzuhaltende Kündigungsfrist ausläuft.

Für den Arbeitgeber kann also eine mündliche Kündigung richtig teuer werden.